Carl Jung Und Astrologie In Der Psychoanalyse

Carl Jung und Astrologie in der Psychoanalyse

Carl Jung war die Person, die dafür verantwortlich war, die Astrologie in die Psychoanalyse einzubringen. Dieser Schweizer Psychoanalytiker, Schüler Freuds, befasste sich mit Themen, die viele der Magie näher als der Wissenschaft zuordneten.

Trotzdem sind seine Hypothesen tiefgreifend und interessant. Sie haben es sogar geschafft, sich zu einer ganzen Denkschule zu entwickeln, die bis heute besteht.

Astrologie ist für Jung die Zusammenfassung aller alten Erkenntnisse der Psychologie. Intuitiv wirkten die zwölf Tierkreiszeichen wie ein Kompendium psychischer Realitäten. Sie konfigurieren das, was Jung „Archetypen“ nannte, psychologische Muster oder Modelle, die das kollektive Unbewusste bewohnen.

Carl Jung war sich sicher, dass in jedem Menschen eine angeborene Disposition vorhanden ist, das zu sein, was er wirklich ist. Und wir erwerben es nicht. Vielmehr werden wir damit geboren.

Hier können wir den Einfluss der Astrologie auf die Jungsche Psychoanalyse erkennen. Astrologen sind sich sicher, dass es von Geburt an eine Neigung gibt, auf eine bestimmte Weise zu leben.

Synchronizität oder Astrologie in Jungs Psychoanalyse

Jung entwickelte in seiner Theorie das Konzept der „Synchronizität“. Es ist diese Hypothese, die die Astrologie in die Psychoanalyse einbringt.

Synchronizität bezieht sich auf Ereignisse, die eine Koinzidenz erzeugen. Sie passieren gleichzeitig, sind aber anscheinend getrennt. Zum Beispiel, wenn Sie an etwas Ungewöhnliches denken, wie eine Fledermaus, und kurz darauf eine im Fenster sehen.

Carl Jung und Synchronizität

Für Jung gehorchen diese Zufälle bestimmten unsichtbaren Fäden, die alles verbinden. Dies entspricht astrologischen Grundsätzen.

Nach diesem Wissen existieren unsichtbare Kräfte, die vom Universum ausgehen. Diese Kräfte vermischen sich ständig und führen zu den Ereignissen, die im Leben einer Person passieren.

Auf diese Weise wird der Einfluss der Astrologie auf die Jungsche Psychoanalyse deutlich. Eine unbekannte universelle Ordnung manifestiert sich in einer spezifischen Situation.

Die Bewegungen des Universums führen zu den konkreten Ereignissen im Leben eines Menschen. Das mag etwas wissenschaftsfern erscheinen, aber auch die Quantenphysik hat sich mit ähnlichen Hypothesen beschäftigt.

Jung nennt die Astrologie die „intuitive Methode“. Er erklärte bei mehreren Gelegenheiten, dass er verifiziert habe, dass bestimmte psychologische Zustände oder bestimmte Ereignisse mit Planetenbewegungen korrelierten. „Besonders wenn Saturn und Uranus betroffen waren“ , erklärte er 1954 in einem Interview.

Astrologen und Jung

Astrologen ihrerseits stimmen vielen von Jungs Punkten zu. Sie bestehen auf der Existenz unsichtbarer Kräfte, die allem, was passiert, einen besonderen Sinn geben.

„Die Kraft, die die Sonne und die Sterne bewegt, ist die gleiche Kraft, die die menschliche Seele bewegt“,  sagte der berühmte spanische Astrologe Lluís Gisbert.

Astrologie und Psychoanalyse

So wie also der Einfluss der Astrologie in der Psychoanalyse sichtbar ist, gilt auch das Umgekehrte. Viele Astrologen wenden sich Jungs Ideen zu, um ihre Interpretationen zu entwickeln. 

Ein ganz besonderer Fall ist der von Richard Tarnas. Dieser Wissenschaftler ist einzigartig: Er ist Philosoph in Harvard, aber auch Psychologe und Astrologe.

Er erklärt, dass er zur Astrologie kam, nachdem er sich mit den Lehren von Jung beschäftigt hatte. Seine anfängliche Herangehensweise an sie war vor allem empirisch.

Er war überrascht, als er feststellte, dass die Sternkarten von Galileo, Einstein und Darwin sehr ähnlich waren. Auch, dass die gleiche Planetenkonfiguration während eines Beethoven-Konzerts und der unglaublichsten Aufführung von Jimi Hendrix wiederholt wurde.

Ein Satz fasst seine Position zusammen:  „Deine Psyche ist das Atmen des Kosmos“.

Eine unangenehme Beziehung

Fast alle Psychoanalytiker stellen den Einfluss der Astrologie auf die Psychoanalyse in Frage. Sie sehen es nur als Reduktion von imaginären Mythen und Legenden, denen es an Gültigkeit fehlt.

Tatsächlich basiert die klassische Psychoanalyse auf der Vorstellung, dass Menschen ihr Schicksal in der Hand haben. Dass Zufälle nicht existieren.

Carl Jung und die Astrologie

Auf der anderen Seite stellen einige die extreme kartesische Rationalität in Frage, die dem Wissen auferlegt wurde. Sie sagen, dass es nicht einen, sondern viele Wege gibt, um Wahrheiten zu erreichen. Und dass die rationale, wissenschaftliche Wahrheit nur eine davon ist.

Trotz alledem ist die Verwendung der Astrologie in der Psychoanalyse immer noch vorhanden. Zumindest im Jungschen Gedankenfeld. Sowohl die Anhänger dieses Ansatzes als auch die Astrologen fühlen sich der Quantenphysik immer näher. 

Sie versichern, dass sich schließlich eine neue Art von Weisheit eröffnen wird, die rationale Gesetze in Frage stellt. Mal sehen ob es passiert…

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