Ist Nächstenliebe Dasselbe Wie Solidarität?

Kennen Sie den Unterschied zwischen Solidarität und Nächstenliebe? In diesem Artikel werden wir untersuchen, was die einzelnen Begriffe bedeuten und wie sie heute relevant sind.
Ist Nächstenliebe gleich Solidarität?

Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich in der modernen Gesellschaft bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung mit sehr begrenzten Ressourcen überleben muss. Tag für Tag sehen wir in den Medien Bilder von den schrecklichen Dingen, die unseren Mitmenschen auf der ganzen Welt widerfahren. In diesem Zusammenhang werden Begriffe wie Nächstenliebe und Solidarität besonders relevant.

Bis zu welchem ​​Punkt sind Sie für das Leben und Schicksal anderer Menschen verantwortlich? Wir leben in einer Welt, in der Solidarität immer wichtiger wird. Nach und nach gewinnen die Menschen ein Bewusstsein dafür, was in der Welt um sie herum passiert. Deshalb wollen wir den heutigen Artikel der Solidarität und sozialen Gerechtigkeit widmen.

Hintergrundinformation

Das System des sozialen Handelns, das wir heute haben, hat sich im Laufe der Jahre stark weiterentwickelt und von einem Modell zum anderen gewechselt. Nach Picornell, MA (2013) sind die Modelle:

  • Wohltätigkeit
  • Sozialdienste
  • Wohlfahrt
  • Sozialhilfe
  • Sozialversicherung

Zunächst war der Staat nicht für den Schutz seiner Bürger zuständig. Jede Art von Sozialhilfe für Bedürftige wurde durch Wohltätigkeit geleistet. Im Laufe der Zeit hat sich die Idee ziemlich radikal weiterentwickelt. Heute ist der Staat für die Bereitstellung sozialer Dienstleistungen für das Wohlergehen seiner Bürger verantwortlich.

In der Vergangenheit bestand die Wohltätigkeit unter anderem darin, Kleingeld oder Essen zu geben, sich um Waisenkinder zu kümmern und Menschen in Krankenhäusern zu helfen. Private Bürger und Wohltätigkeitsorganisationen organisierten diese Art von Dienstleistungen. Die Menschen glaubten, dass Armut entweder legitim (aufgrund von Krankheit oder Verlust der Eltern) oder illegitim (aufgrund von Lastern oder Faulheit) sei.

Nächstenliebe, Solidarität und soziale Gerechtigkeit

Das Konzept der Wohltätigkeit, so Giraldo und Ruiz-Silva (2015), ist mit der Idee von Almosen verbunden. Es hat nichts mit Gerechtigkeit oder Gleichheit zu tun, noch stärkt es die Empfänger. Stattdessen hilft derjenige, der zufrieden ist. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Regierungen letztendlich für den Schutz ihrer Bürger verantwortlich sind.

Obwohl Solidarität oft mit Philanthropie, Wohltätigkeit, Altruismus und Brüderlichkeit zwischen Menschen in Verbindung gebracht wird (Vargas-Machuca, 2005, zitiert in Giraldo und Ruiz-Silva, 2015), unterscheidet sie sich stark von der obigen Definition.

Solidarität ist die menschliche Antwort auf die Widersprüche der Gegenwart (Barcena, 2006). Solidarität umfasst alles von vorübergehender Hilfe bis hin zu täglichen und konstanten Bemühungen, menschliches Leid zu lindern und für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Blaue Strichmännchen reihen sich entlang eines blauen Hintergrunds aneinander.

Der Kampf um soziale Gerechtigkeit

Nicht zuletzt stammt der Begriff soziale Gerechtigkeit aus dem Gefühl der Ungleichheit, das in der Welt existiert, und der Notwendigkeit, eine bessere Gesellschaft aufzubauen.

Heute ist das Konzept der „sozialen Gerechtigkeit“ komplex und dynamisch. Für die UNO ist soziale Gerechtigkeit ein grundlegendes Prinzip für ein friedliches und erfolgreiches Zusammenleben innerhalb und zwischen Ländern. Der Kampf für universelle soziale Gerechtigkeit ist das Herzstück der UN-Mission zur Förderung von Entwicklung und Menschenwürde.

Die Welt befindet sich in einem ständigen Wandel. Folglich ist es entscheidend, Positionen einzunehmen, die Gleichheit und Gerechtigkeit fördern. Nicht um eine schwierige Situation vorübergehend zu beheben, sondern um Menschen die Werkzeuge und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um ihr Leben zu verbessern.

Zusammenfassend sollte soziale Gerechtigkeit ein dynamisches Projekt sein, das wir nie wirklich abschließen oder beenden (Griffiths, 2003). Wir sollten ständig danach streben, eine bessere Welt für alle zu schaffen.

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