Neuronale Synchronisation: Das Orchester Deines Gehirns

Haben Sie sich jemals gefragt, wie Ihre Neuronen funktionieren? Wie sie über Ihr Gehirn miteinander kommunizieren? Nun, sie sind so synchronisiert wie ein Orchester.
Neuronale Synchronisation: Das Orchester Ihres Gehirns

In den letzten Jahrzehnten wurde viel mehr über das Gehirn und seine Funktionsweise geforscht. Experten waren daran interessiert zu verstehen, wie Ihre Neuronen ein Gefühl, ein Konzept oder eine Realität erschaffen. Daher scheint die neuronale Synchronisation der richtige Weg zu sein.

Zuerst glaubte man, das Nervensystem habe eine Hierarchie. Beispielsweise war eine Gruppe von Neuronen dafür zuständig, bestimmte Dinge zu kodifizieren, diese Informationen dann mit einer spezialisierteren Gruppe zu teilen und sie schließlich an das letzte Neuron zu übergeben, das für die Verarbeitung aller Informationen als Ganzes verantwortlich ist.

Diese spezialisierte Gruppe würde jedoch eine große Anzahl spezifischer Neuronen benötigen, was es unmöglich machen würde, sich in einem Raum zu halten. Ebenso bestand eine weitere Einschränkung dieses Ansatzes darin, all die verschiedenen kognitiven Funktionen wie Aufmerksamkeit oder Erwartung zu erklären.

Ein weiterer vorgeschlagener Mechanismus ist die neuronale Synchronisation. Das Gehirn agiert dabei dezentral. Es ist in der Lage, verschiedene Informationen gleichzeitig zu verarbeiten und mehrere Bereiche gleichzeitig zu aktivieren.

Somit wäre die neuronale Synchronisation dafür verantwortlich, alle Gehirnaktivitäten auf sehr detaillierte Weise zu koordinieren.

Eine babyneuronale Synchronisation.

Neuronale Synchronisation

Die koordinierte Anstrengung Ihrer Neuronen ermöglicht es verschiedenen neuronalen Gruppen aus vielen verschiedenen Bereichen, sich dynamisch und funktional zusammenzuschließen.

Dies spielt auch eine wesentliche Rolle für die effektive Kommunikation Ihres Gehirns. Es kann auf viele Arten passieren. Beispielsweise kann es zwei verschiedene Neuronen synchronisieren, die nahe beieinander oder in zwei verschiedenen Gruppen auf gegenüberliegenden Seiten des Gehirns liegen.

Dies kann nur passieren, wenn es in diesen neuronalen Gruppen ein Muster elektrischer Aktivität gibt. Neuronen können nur dann miteinander kommunizieren, wenn Ausgabe und Eingabe gleichzeitig erfolgen.

Technisch gesehen müssen Aktionspotentiale gleichzeitig auftreten. Aber auch unkoordinierte Episoden sind Teil der neuronalen Synchronisation, da sie den Wechsel zwischen kognitiven Zuständen und Aufgaben ermöglichen.

Ein Gehirn leuchtete auf und repräsentierte die neuropsychologische Reha.

Beweise für die neuronale Synchronisation

Wie oben erwähnt, ist die Synchronisation zwischen Neuronen oder Neuronengruppen unerlässlich, um verschiedene Bereiche des Gehirns zu verbinden und Dinge erfolgreich zu tun. Einer der am meisten diskutierten kognitiven Prozesse ist die Sprache.

In einer Studie wurden die Schüler gebeten, auf Wörter zu achten, die sie entweder hören oder sehen würden. Diese Wörter können Verben oder präzise oder abstrakte Namen sein. Während sie diese Wörter sahen oder lasen, wurden ihre Gehirnwellen untersucht, um ihre Synchronität zu berechnen.

Die Ergebnisse zeigten, dass Verben weniger Synchronisation im Frontallappen verursachen als Namen. Präzise Namen bewirkten eine größere Synchronisation zwischen beiden Hemisphären als abstrakte Namen.

Andererseits erzeugt die Interaktion mit anderen Menschen eine neuronale Synchronisation zwischen ihnen. Die Gehirnaktivität jeder Person synchronisiert sich mit der der anderen, wenn sie beispielsweise ein Gespräch führen.

Eine andere Studie konzentrierte sich auf eine Gruppe von Schülern derselben Klasse für einen ganzen Kurs. Studien haben ergeben, dass sich die Gehirne der Schüler am besten mit denen ihrer Klassenkameraden synchronisieren, wenn sie motiviert sind und Spaß am Unterricht haben.

Eine Frau, bei der die Glückszone ihres Gehirns aufleuchtete.

Was bedeutet das?

Die Erkenntnisse zur neuronalen Synchronisation sind Werkzeuge, um zu verstehen, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, wie sie sich auf den Rest unseres Körpers beziehen und wie Menschen sich mit anderen Menschen verbinden.

Es könnte auch verwendet werden, um einige Gehirn- und psychische Störungen zu verstehen. In Fällen wie Schizophrenie oder Autismus könnten bei verschiedenen Personen unsynchronisierte Muster der Gehirnaktivität beobachtet werden, die sich auf ihre Wahrnehmung der Realität oder ihre kommunikativen Absichten beziehen könnten.

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